Forum Lebensfragen

Immer wenn ich etwas Neues wage, höre ich in mir die Stimme meines Vaters: Du kannst das sowieso nicht. Du wirst das nicht schaffen. Ausgerechnet du willst so etwas anfangen. Ich kenne diese negativen Stimmen. Aber ich kann mich kaum dagegen wehren. Wie soll ich damit umgehen?

Matthäus erzählt uns in seiner Auferstehungsgeschichte, wie die Todeswächter, die das Grab Jesu bewachten, tot zu Boden fielen. Das ist für uns ein Hoffnungszeichen. Wenn der Engel Gottes in unser Leben eintritt, dann werden auch unsere Todeswächter entmachtet. Aber was können wir dazu beitragen? Der erste Schritt besteht darin, diese Stimmen wahrzunehmen. Ich höre sie. Ich sage zu ihnen: „Ich kenne euch. Aber ich folge euch nicht. Ich gebe euch heute keine Macht. Ich tue heute das, was ich selber spüre. Ich bin nicht mehr das Kind, das ihr manipulieren könnt.“ Ich nehme die Stimmen also wahr und distanziere mich von ihnen. Dadurch verlieren sie an Macht. Ein anderer Weg besteht darin, in einem Ritual diese Todeswächter zu begraben. Sie können einen Stein nehmen und sich in ihn hinein meditieren. Woran erinnert Sie der Stein, an welche Last, an welche belastende und niederdrückende Stimme? Dann begraben Sie diesen Stein. Sie können es bewusst vor einem vertrauten Menschen tun und beim Begraben auch mit Worten erklären, was Sie da für immer begraben wollen. Ein anderes Ritual könnte darin bestehen, sich ein paar Steine zu suchen und jeden Stein mit einem ganz bestimmten Satz des Vaters oder einer anderen Person zu verbinden und ihn dann mit Kraft in einen Fluss oder in einen See zu werfen. Das kann Sie ein Stück weit von der Macht dieser Stimmen befreien. Aber Sie brauchen Geduld. Die Stimmen werden wiederkommen. Sie sollten sich dann an das Ritual erinnern, daran, dass Sie den Stein begraben haben. Sie sollten ihn begraben sein lassen und sich vergegenwärtigen, dass sie ihn ins Wasser geworfen haben und er dort gut aufgehoben ist.



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