In meiner Arbeit schiebe ich alles Unangenehme immer vor mich her. Aber ich gehe dann immer mit Druck in die Arbeit. Der Druck ist umso stärker, weil ich weiß, dass da noch so viel Unerledigtes auf mich wartet. Wie kann ich es lernen, die Dinge besser anzupacken?
Zunächst: Was hindert Sie daran, unangenehme Dinge anzupacken? Denken Sie darüber einmal nach. Wovor haben Sie Angst? Glauben Sie, das schwierige Problem nicht lösen zu können? Oder ist es die Angst vor der Konfrontation mit einem Menschen, dem Sie etwas zumuten müssen? Wissen Sie einfach noch nicht, wie Sie das Problem angehen können? Oder ist es Ihr Perfektionismus, der Sie daran hindert, etwas anzupacken? Wenn Sie sich über die Widerstände klar sind, die Sie daran hindern, die Dinge gleich zu erledigen, dann können Sie sich vorstellen: Was geschieht denn, wenn ich es gleich anpacke? Meistens entsteht dann in uns ein Gefühl von Erleichterung. Wenn wir die Dinge gleich erledigen, dann haben wir den Kopf frei für das, was gerade ansteht. Was könnte passieren, wenn ich keine Lösung finde? Dann kann ich guten Herzens sagen: Das ist nicht lösbar und wir müssen uns davon verabschieden, uns mit diesem Problem zu befassen. Oder es sind aber erst andere Voraussetzungen zu klären. Manchmal kann es auch eine Hilfe sein, sich die Aufgaben, die vor einem liegen, aufzuschreiben und eine nach der anderen in die Hand zu nehmen und dann einen Haken dahinter zu machen. Das wird Ihnen sicher gut tun.