Ich ärgere mich über meine Eifersucht. Ich habe Angst, dass sie die Beziehung zu meinem Freund zerstört, weil ich ihn ständig damit nerve. Wie soll ich damit umgehen?
Zunächst dürfen Sie sich selbst nicht verurteilen wegen Ihrer Eifersucht. Vermutlich hat sie in irgendwelchen Verlusterfahrungen oder aber in Verletzungen ihre Ursache. Sprechen Sie mit Ihrer Eifersucht. Welche Bilder kommen da in Ihnen hoch? Mit welchen Überlegungen ist die Eifersucht verbunden? Malen Sie sich aus, wie Ihr Freund im beruflichen Alltag mit den Frauen umgeht, die mit ihm arbeiten? Oder vergleichen Sie sich selbst mit den anderen Frauen? Haben Sie Angst, dass Ihr Freund Ihnen eine andere Frau vorziehen könnte? Kritisieren Sie sich selbst wegen Ihres Aussehens? Wenn Sie mit Ihrer Eifersucht sprechen, dann können Sie erkennen, wo Sie ansetzen können. Wenn Sie Selbstzweifel haben, dass Sie nicht attraktiv genug sind, dann versuchen Sie, mit sich selbst in Einklang zu kommen: Ich bin so, wie ich bin. Ich darf so sein. Es geht nicht nur darum, gut auszusehen, sondern um mich als diese einmalige Person. Ich mit meinem ganzen Sein bin seine Freundin. Wenn er mich als Person schätzt, dann ist das andere nicht so wichtig. Nehmen Sie die Eifersucht als Einladung, dankbar zu sein für das, was Sie von Gott bekommen haben. Wenn Sie sich ständig ausmalen, wie Ihr Freund mit anderen Frauen umgeht, dann verbieten Sie sich diese Gedanken. Sie führen nicht weiter. Und versuchen Sie, sich auf das einzulassen, was Sie gerade tun oder einfach sich im Atmen selbst wahrzunehmen oder Ihren Körper zu spüren und dankbar für sich und für die Freundschaft zu sein.

Kommentare:
von eva wilms, 28.07.2010:
Wenn die Eifer(-Sucht!) zur eigenen Plage wird, ist es furchtbar - für beide Teile ! - ich kenne das selber nur zu gut und ich kann nur den Rat weitergeben, selber an sich zu arbeiten. Eifersucht hat etwas mit klammern und nicht loslassen können zu tun. Der Eifersüchtige hat einen starken Mangel an eigenem Selbstbewusstsein. Wenn ich versuche, mir selber bewusst zu werden, was und wer ich selber bin - ein 'Unikat' wie wir doch alle (hoffentlich!) sind - und jeder dieses für sich auch bleiben sollte, niemals einen anderen menschen kopieren zu wollen, sondern zu lernen 'ich bin und bleibe immer nur ich', dann sollte es auch mehr und mehr funktionieren, dem (einen) geliebten Menschen auch genügend Freiraum und vor allen Dingen Luft zum Atmen zu geben und zu lassen. Wir alle sind hier, um uns weiter zu entwickeln und nicht im Sein zu erstarren, wir sollen lernen und niemals aufhören zu lieben. Denke: 'die Liebe ist ein Kind der Freiheit' und 'was du liebst, lasse frei - kommt es zurück, gehört es dir - für immer.'