Forum Lebensfragen

Ich merke, dass mich meine Kinder immer weniger brauchen. Sie wehren sich gegen meine Fragen, wie es in der Schule geht. Ich spüre, dass es ihnen nicht immer gut geht. Aber sie kommen nicht zu mir, um sich helfen zu lassen. Wenn ich nachfrage, antworten sie, sie wüssten selbst, wie sie zurecht kommen. Das tut mir weh. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich mich ihnen gegenüber verhalten soll.

Sie dürfen die Reaktionen nicht persönlich nehmen. Es ist einfach die Unsicherheit der Kinder. Es ist für Sie sicher nicht leicht, mit anzusehen, dass es dem Sohn oder der Tochter gerade nicht so gut geht, dass er oder sie hin- und hergerissen ist, ohne dass Sie helfen können. Da bleibt oft nur das Gebet für die Kinder und das Gespür, wo Sie sie allein lassen und wo Sie sie ansprechen sollen. Wenn sie sich der Hilfe verschließen, würde ich das respektieren und warten, bis sie von sich aus kommen. Sonst würde ich einfach liebevoll wahrnehmen, was sich in ihnen tut. Aber zugleich ist es wichtig, dass Sie auch für sich etwas tun. Wenn Sie nur auf die Kinder fixiert sind, ist die Abweisung umso schmerzlicher. Leben Sie auch selbst. Schauen Sie, was Ihnen gut tut. Wenn die Kinder sehen, dass Sie für sich etwas tun, dass Sie neue Interessen haben, dann ergeben sich vielleicht wieder neue Anknüpfungspunkte. Die Pubertät Ihrer Kinder ist auch für Sie eine Herausforderung, das eigene Leben neu zu überdenken und das Potenzial, das Gott in Ihre Seele gelegt hat, zu entfalten.



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