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Anselm Grün:
ISBN 978-3-451-29985-8;
16,95 €, 256 Seiten
Die Buchhandelsregale sind voll von Büchern, die für alle Problemlagen eine Lösung vorschlagen. Das Leben ist aber meist komplizierter als noch so gut gemeinte Ratschläge suggerieren. Das Bedürfnis aber ist groß, sich Rat zu holen, sich auszutauschen mit Menschen, die einen anderen Blick und einen weiten Erfahrungshorizont haben. Hilfreich wird dies freilich nur sein, wenn jemand nicht abstrakt alles „besser weiß“, sondern genau und sensibel hinhört, was den anderen wirklich bewegt, wo ihm etwas weh tut oder fehlt. Bei Anselm Grün suchen Menschen Rat. Nicht nur nach den Vorträgen. Täglich erhält er Briefe, in denen Menschen ihm Probleme vortragen. Die Rubrik „Lebensfragen“ in der Zeitschrift „einfach leben“, in der solche ganz konkreten Fragen zu ganz konkreten Lebensthemen gestellt werden, war Ausgangspunkt für das hier vorzustellende Buch. Da geht es um ratlose Eltern, schwierige Kinder und Familie, um berufliche Fragen, um mobbing oder burnout in einem härter werdenden wirtschaftlichen Klima. Aber auch um Fragen der Selbstfindung und um schwierige Beziehungsthemen, um Lebenskrisen – Gesundheit und Krankheit, Scheitern und Schuld, Trauer und Sterben. Fragen der Spiritualität und des Glaubens werden nicht ausgespart und angstfrei beleuchtet. Anselm Grün hat nicht den Anspruch, alle Antworten zu wissen und für alles eine Lösung parat zu haben. Lieber als das Wort „Ratschlag“ ist ihm daher das „leisere“ Wort „Empfehlung“: seine Antworten will er dem Leser und der Leserin zum Bedenken anvertrauen, damit sie sich in ihrem Herzen eine eigene Antwort bilden. Wer also die Rubrik „Lebensfragen“ in „einfach leben“ schätzt, findet hier eine Fülle von ganz konkreten Hinweisen für eine Lebenskunst in schwierigen Zeiten – und oft genug die Einsicht, dass auch in scheinbar schwierigen Situationen eine spirituelle Betrachtung zum Kern eines Problems – oder zu Perspektiven seiner Lösung führt.



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