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Anselm Grün: Lob der sieben Tröstungen. Was Leib und Seele gut tut
ISBN 978-3-451-30570-2;
12,00 €, 160 Seiten
Vor 30 Jahren schon einmal haben sich unter dem gleichen Titel renommierte Autoren wie Dorothee Sölle, Elie Wiesel, Bernhard Welte, Eberhard Jüngel oder Walter Dirks zunächst in einer Sendereihe des SFB, später auch in einem erfolgreichen Herderbuch (herausgegeben von Rudolf Walter), Gedanken gemacht über einen berühmten Text des großen Philosophen Thomas von Aquin - über die Heilmittel der Seele in Situationen von Traurigkeit und seelischem Leiden. Anselm Grün hat aus seiner Perspektive und Erfahrung diese Frage aktuell wieder aufgenommen und die Antworten erweitert: Was tut gut, wenn es mir einmal gerade nicht so gut geht? Was hilft, wenn ich mich ärgere, wenn negative Gefühle in mir aufsteigen, wenn ich Enttäuschung erfahre oder gar Verletzung? Oder was ist für mich gut, für meine Seelenhygiene? Wo finde ich ein Heilmittel für meine manchmal verwirrte oder traurige Seele?

Davon erzählt dieses kleine Buch – im Rückblick auf einen kleinen Text der Tradition, der von Thomas von Aquin stammt, aber auch im Blick auf den großen Seelenkenner unter den frühen Mönchsvätern, Evagrius. Herausgekommen ist ein sehr gut lesbares und auf die Lebenspraxis bezogenes Buch, das auf den wesentlichen Zusammenhang von Leib und Seele abhebt, mit ganz überraschenden Einsichten. Und es ist ein Buch, in dem man sehr viel auch über den Menschen Anselm Grün und seine persönlichen Kraftquellen erfährt. Es ist daneben auch ein Buch über das Grundthema seines monatlichen Rundbriefs: einfach leben. Im doppelten Wortsinn. Es ist ein Buch von der Lust, zu leben. Und ein Buch, das seine Grundüberzeugung von einer ganz neuen Seite beleuchtet: Spaß- und Zerstreuungskultur führen nicht zum Glück. Das Leben selbst hat Tröstungen für uns parat - und wer einfach lebt, der kann sie finden, denn sie sind einfach und ganz konkret: Um Lust geht es und um Tränen, um Freunde und um Erkennen, um Schlaf und Bäder, auch um das Gebet. Anselm Grün hat diese sieben Tröstungen, von denen schon Thomas von Aquin sprach, ergänzt - um überraschende und einleuchtende Zutaten: Musizieren oder Wandern, Lesen oder Heimat, auch um das himmlische Vergnügen, das mit einem Glas Wein verbunden sein kann. Leben ist ein Geschenk, wenn man es annimmt und auskostet. Das Glück liegt auf der Hand. Und mitten in unserem Leben. Ein schönes und preiswertes Geschenk, voller überraschender Einsichten.



Kommentare:

von Trautvetter, 26.02.2015:

Freue mich auf das Buch! Viele Grüße Gertrud Trautvetter

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