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Die Wahrheit macht uns zu Freunden. Wie Christen morgen miteinander leben wollen
ISBN 978-3-7831-3365-3;
17,95 €, 220 Seiten
Der Ökumenische Kirchentag in München wird 2010 zwei offensichtliche Wahrheiten wieder einmal öffentlich machen: Nur ein Christentum, das die gegenseitige Abschottung und selbstbezogene Profilierung der Kirchen hinter sich lässt, wird künftig eine Stimme haben, die in der säkularen Öffentlichkeit Gehör findet. Und: der Prozess der Ökumene, also der bewussten und praktizierten Gemeinschaft der christlichen Kirchen, ist immer noch durch manches Trennende gehemmt, aber in den Herzen vieler Gläubiger schon weiter als in den Köpfen mancher Kirchenführer.

Diese Situation hat das vorliegende Buch der derzeit wohl meistgelesenen christlichen Autoren vor Augen, das bewusst auf den Ökumenischen Kirchentag hin konzipiert wurde. Der evangelische Pfarrer und der katholische Ordenspriester – die durchaus ganz bewusst aus ihrer Tradition leben und von ihr her schreiben - haben sich zusammengesetzt, zu einem wirklichen Gespräch. Sie fragen einander, was sie eigentlich verbindet, aber auch, was sie von ihren Konfessionen her trennt. Die Liebe zur je eigenen Tradition steht für sie außer Frage. Sie sagen, dass sie nicht nur lieben, was sie verbindet, sondern auch viel, was sie unterscheidet. Sie lassen die Geschichte der Ökumene Revue passieren und benennen, was uns immer noch trennen will: Die Frage der Ämter, der Primat des Papstes und der Anspruch der Unfehlbarkeit, das Verständnis des Abendmahls. Sie stellen aber auch fest, was zur Gemeinsamkeit in diesen Fragen verhelfen kann. Einig sind sie, das der Blick auf Jesus und das Hinhören auf die Heilige Schrift und ihre Überlieferung zentral ist. Im Blick darauf formulieren sie auch, was gemeinsam zu tun ist – bis hin zu den Anforderungen, die sich aus dem Zusammenleben verschiedener Religionen ergeben.

Dieses Buch ist Pflichtlektüre für alle, die sich tiefer auf den Ökumenischen Kirchentag 2010 vorbereiten wollen. Nicht nur, weil es eine Art verständlicher und fundierter theologischer Grundkurs in Ökumenefragen ist. Es ist auch Modell dafür, wie weiterführend das existentielle Ringen um die Wahrheit ist, wenn man eine Vision hat. Und die ist in diesem Buch „von der Hoffnung geprägt, dass die Einheit der Kirchen heute schon möglich ist und nicht erst in ferner Zukunft“ (Anselm Grün).

"Zwei christliche Weisheitslehrer sind hier Zeugen, wie unverzichtbar die Ökumene ist und wie sie miteinander verstanden und gestaltet werden kann - damit heute und morgen Christen miteinander leben." (Publik Forum)



Kommentare:

von Liane Kammerfelder, 13.07.2010:

Ein tolles und zentrales Buch für die Wiederherstellung einer christlichen Kirche. Ich hoffe, dass dieses Ziel nicht nur ein Wille bleibt.

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